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| Christoph Fisch |
| Tagesleiter / Leitender Redaktor Print & Replika |
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| Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser |
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Seit Sonntagabend ist die Parteienlandschaft in Deutschland eine andere: «Die jahrzehntelange Stabilität der bundesrepublikanischen Politik ist dahin», schreibt NZZ-Chefredaktor Eric Gujer in seinem Kommentar zu den Landtagswahlen. Der fulminante Aufstieg der Alternative für Deutschland lasse den Albtraum von Franz-Josef Strauss wahr werden: «Rechts von der Union hat sich eine Partei etabliert, die bessere Aussichten besitzt als die meisten ihrer Vorgänger wie die NPD oder die Republikaner.» Doch wie konnte es so weit kommen? Für Gujer steht Angela Merkel nicht unwesentlich in der Verantwortung: Zehn Jahre lang sei trotz Linksrutsch und «Umwertung aller Werte» in der Union alles gut gegangen. Doch dann kamen die Flüchtlinge, «und Merkel überspannte den Bogen».
Die AfD gibt nicht nur in der Flüchtlingsfrage vielen Bürgern, die sich marginalisiert fühlen, eine Stimme. Sie befriedigt auch die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit in rasant ändernden Lebensbereichen, wie etwa der Wirtschaft. Unser Berliner Wirtschaftskorrespondent Christoph Eisenring hat einen Blick in die Wirtschaftsprogramme der AfD-Landesverbände geworfen und als zentrales gemeinsames Element die Strukturbewahrung entdeckt. «Das Ideal scheint eine kleinstädtische Gemeinschaft zu sein.» Ein Loblied wird auf mittelständische Betriebe gesungen, auf das traditionelle Familienbild, eine heile Schulwelt – und auch auf die Schweiz. |
| Was heute wichtig ist |
Putin befiehlt den Abzug der russischen Truppen in Syrien. Das Hauptkontingent der russischen Streitkräfte in Syrien soll abrücken, befahl Präsident Wladimir Putin. Die Ziele des russischen Militäreinsatzes seien weitgehend erfüllt worden. Die syrische Opposition begrüsst den Schritt, der die Friedensgespräche erleichtere. Mit dem Teilabzug wurde am Dienstag morgen begonnen.
Bei der Explosion eines Autos stirbt ein Mann in Berlin. Die Polizei geht von einem Sprengsatz aus, der während der Fahrt in Berlin-Charlottenburg das Fahrzeug zur Explosion brachte. Die Täter stammen womöglich aus der organisierten Kriminalität.
Htin Kyaw ist der erste zivile Präsident seit 50 Jahren in Burma. Der Vertraute von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi setzte sich in einer Sitzung beider Parlamentskammern durch. Der 69-Jährige möchte in enger Zusammenarbeit mit Suu Kyi, der durch die Verfassung der Weg an die Staatsspitze noch verwehrt ist, das Land lenken.
Der Ständerat unterstützt teilweise die Anliegen der «Milchkuh-Initiative».Die Ausgaben sollen über den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (Naf) umgesetzt werden.Im Kern geht es darum, die jährlichen Aufwendungen für den Strassenverkehr um eine Milliarde Franken oder einen Viertel zu erhöhen.
Kuoni, Rieter, Tamedia und Geberit veröffentlichen Jahreszahlen. Der sich im Totalumbau befindliche Reisedienstleister Kuoni schreibt einen Jahresverlust von 294,2 Mio. Fr. Der Industriekonzern Rieter beklagt weniger Bestellungen und einen geschrumpften Konzerngewinn von 49,8 Mio, sowie weniger Umsatz. Auch Tamedia vermeldet weniger Umsatz und bei Geberit lässt der starke Franken den Gewinn einbrechen.
«Omar der Tschetschene» ist tot. Er sei an seinen Verletzungen erlegen, die ihm bei einem Luftangriff der USA vergangene Woche zugefügt wurden. Auf den ranghohen Kommandanten des IS mit rotem Bart war ein fünf Millionen Dollar hohes Kopfgeld ausgesetzt worden.
Der Vatikan will Mutter Teresa am 4. September heiligsprechen. Dies teilte der Vatikan nach einem Treffen von Papst Franziskus mit seinen Kardinälen mit. Der Papst hatte der albanisch-indischen Friedensnobelpreisträgerin im vergangenen Jahr ein zweites Wunder zuerkannt und den Weg für die Heiligsprechung freigemacht. |
| Was wir im Auge behalten |
Anders Breivik ersucht vor dem Osloer Landgericht bessere Haftbedingungen. Breivik behauptet, seine Isolationshaft verstosse gegen die Europäischen Menschenrechtskonvention. Wie schon beim Strafverfahren 2012 provozierte der 37-jährige Rechtsextremist beim Betreten des Raums mit dem Hitlergruss.
Tausende von Flüchtlingen sind aus dem griechischen Lager Idomeni aufgebrochen. Trotz der gesperrten Grenze erreichten 2000 der Flüchtlinge das Nachbarland Mazedonien, wo sie von der Polizei festgenommen wurden. Zudem hat eine Sprecherin der mazedonischen Polizei bereits die Rückführung nach Griechenland angekündigt. |
Auf nzz.ch/briefing halten wir diesen Nachrichtenüberblick von 6 bis 24 Uhr stets aktuell. |
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| Presseschau zu den Landtagswahlen: Bleibt Deutschland «cool»? Die deutsche Presse beurteilt den Ausgang der Landtagswahlen ambivalent: die hohe Wahlbeteiligung sei ein Reifezeugnis der Demokratie. Gleichzeitig drohe das politische Klima noch vergifteter zu werden. Zum Artikel |
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| Besuch der «New York Times»: Ein teures Zürcher Wochenende Das New Yorker Weltblatt liefert Reisetipps für ein Zürich, das nicht nur aus Banken und Fifa besteht. Das ist schön, aber immer noch zu teuer. Eine Replik und ein kleiner Alternativvorschlag. Zum Artikel |
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| Ausbruch aus Idomeni: Flüchtlinge dringen nach Mazedonien vor Vom provisorischen Flüchtlingslager im griechischen Idomeni sind bis zu 2000 Migranten über eine alternative Route ins Nachbarland Mazedonien gelangt. Dort angekommen, wurden Hunderte von ihnen von Polizei und Armee festgenommen. Zum Artikel |
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| Ich wünsche Ihnen einen guten Tag. |
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Christoph Fisch Tagesleiter / Leitender Redaktor Print & Replika |
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