13 marca 2016

Fwd: Newsletter vom 09.03.2016 - Die westliche Doppelstrategie (I) (Stimmungsumschwung in Brüssel bezügl. Russland-Sanktionen)


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To: Pascal Alter <pascal.alter@gmail.com>


---------- Forwarded message ----------
From: German-Foreign-Policy <newsletter@german-foreign-policy.com>
Date: 2016-03-08 21:04 GMT+01:00
Subject: Newsletter vom 09.03.2016 - Die westliche Doppelstrategie (I) (Stimmungsumschwung in Brüssel bezügl. Russland-Sanktionen)



Newsletter vom 09.03.2016 - Die westliche Doppelstrategie (I)

BERLIN/MOSKAU (Eigener Bericht) - Deutsche Außenpolitik-Experten
konstatieren einen sich abzeichnenden Stimmungsumschwung in der EU zur
Ukrainepolitik und zu den Sanktionen gegen Russland. Der Vertreter
einer parteinahen deutschen Stiftung in Brüssel berichtet, mit Blick
auf die desolate Entwicklung der Ukraine und auf die anhaltenden
Oligarchen-Intrigen in Kiew gehe bei EU-Diplomaten "die Geduld mit
Kiew ... spürbar zu Ende". Unter Berufung auf interne Gespräche
bestätigt der Stiftungsvertreter zudem, Stimmen würden "lauter", die
"wieder in ein konstruktives Fahrwasser" mit Moskau kommen wollten -
"nicht nur wirtschaftlich", sondern auch politisch. Ähnliches wird vom
jüngsten Außenministertreffen zur Ukraine-Krise im "Normandie-Format"
bekannt. Die deutsche Wirtschaft dringt ihrerseits immer stärker auf
ein Ende der Sanktionen. Man lasse sich in Russland zu viele lukrative
Geschäfte entgehen, heißt es; in einer Umfrage äußerten unlängst nur
noch zwölf Prozent der befragten Unternehmer Verständnis für die
Weiterführung der Sanktionen. In der Erdgasbranche, die dank des
Einsatzes von Kanzlerin Angela Merkel von den Boykottmaßnahmen
ausgenommen ist, konnte die Linde AG im Januar einen Auftrag
einheimsen, dessen Wert im hohen dreistelligen Millionenbetrag liegt.
Linde-Chef Wolfgang Büchele hat zu Jahresbeginn den Vorsitz im
Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft übernommen.

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