10 lutego 2015

Fwd: Sexuelle Übergriffe an US-Unis - Sans-Papiers-Kinder - Herdprämie


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From: NZZ am Morgen <newsletter@nzz.ch>
Date: 2015-02-09 6:29 GMT+01:00
Subject: Sexuelle Übergriffe an US-Unis - Sans-Papiers-Kinder - Herdprämie
To: Pascal Alter <pascal.alter@gmail.com>


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Christoph Fisch
Liebe NZZ-Leserin, lieber NZZ-Leser

Was treibt eine Studentin an, täglich mit einer Matratze an der Universität zu erscheinen und diese über den Campus zu schleifen? Emma Sulkowicz behauptet, von einem Kommilitonen vergewaltigt worden zu sein, und will mit ihrer Aktion die Universitätsleitung dazu drängen, den Studenten zu entlassen. Doch dieser wurde freigesprochen und bereitet seinen Abschluss vor. Fast täglich werden neue Vergewaltigungsvorwürfe publik. Haben Amerikas Hochschulen, vorab die oft so idyllisch anmutenden Elite-Universitäten, eine «Rape Culture»? Unsere Feuilleton-Korrespondentin Andrea Köhler berichtet, dass an den amerikanischen Universitäten jede fünfte Studentin sexueller Gewalt ausgesetzt sei; die Übergriffe würden von den Universitäten aber gemeinhin unter den Tisch gekehrt und die Täter nur milde bestraft. Sulkowicz wird ihre Matratze weiter mit sich herumschleppen, und immerhin haben sich schon Nebeneffekte ergeben: Mit ihrer mittlerweile von der Presse gefeierten «Art-Performance» macht sie ihren Abschluss in Kunst, und gegen 84 Universitäten laufen Untersuchungen.

Zwischen Gewalt und Regelkatalog

Ein Jahr nach der Annahme ist die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative in weiter Ferne. Die Möglichkeit einer Aufkündigung der Personenfreizügigkeit weckt Erinnerungen an die Gastarbeiter, die vor Jahrzehnten als sogenannte Saisonniers hierhergezogen waren. Liessen sie ihre Familienangehörigen nachkommen, war das meist illegal, worunter Kinder am meisten litten. Zürich-Redaktorin Natalie Avanzino hat ein Gastarbeiterkind von damals getroffen. Der heute 63-Jährige erinnert sich an die Zeit des «Versteckens»: Eine jahrelange, schmerzhafte Odyssee sei es gewesen, zwischen einem Schwesternheim, einer Arztfamilie, wo seine Mutter arbeitete, der Casa d'Italia in Zürich und einer Tagesmutter; Letztere habe ihn zuweilen am Tischbein angebunden. Ähnliches blüht nun wieder vermehrt Kindern von Sans-Papiers, vorwiegend aus dem aussereuropäischen Raum. Allein im Kanton Zürich leben geschätzte 2000 illegal anwesende Minderjährige. Bald könnten es noch mehr werden, schreibt Avanzino, auch aus dem EU-Raum.

Vermehrt europäische Sans-Papier-Kinder

Als Luxus mögen im Vergleich dazu Debatten um familienpolitische Massnahmen wie Kinderzulagen (in der Schweiz) oder Betreuungsgeld (in Deutschland) erscheinen. Beiden Fördermassnahmen haftet der Ruf des Giesskannenprinzips an. So kassieren in Deutschland seit Sommer 2014 alle Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte schicken, monatlich 150 Euro pro Kind. Kritiker sehen darin eine «Herdprämie», weil sie für Mütter Anreize schaffe, länger aus dem Beruf auszusteigen. Und Besserverdienende könnten auf die Kita verzichten und mit dem Betreuungsgeld beispielsweise eine private Tagesmutter finanzieren. 

Von «Herdprämie» und Wahlfreiheit

Einen sorgenfreien Rutsch in die neue Woche wünscht
Christoph Fisch
Christoph Fisch
Tagesleiter / Leitender Redaktor Print&Replika
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Die Unsicherheit für international tätige Unternehmen in der Schweiz sei erheblich. Deshalb eile die Unternehmenssteuerreform III, schreibt Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer in seinem Kommentar. Die Finanzierung bedürfe keiner Kapitalgewinnsteuer, sondern richtiger Prioritätensetzung bei den Staatsausgaben. 
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